Sonntag, 14. Februar 2016

Punkt, Punkt, Punkt - 2016/7 mit Sunny

Bei Punkt, Punkt, Punkt gibt ein Teilnehmer sonntäglich ein Wort vor, zu dem dann alle anderen Teilnehmer einen Beitrag posten können, gerne mit eigenem Foto oder wie immer sie wollen.

Sandra wird die Worte für eine gewisse Zeit im Voraus einsammeln und in einer Tabelle für diejenigen, die sich nicht überraschen lassen oder vorbloggen wollen, zur Verfügung stellen.

♥ Auch in 2016 spendet Sunny wieder ♥. Pro abgegebenem Bild/Beitrag werden 5 Cent auf das Spendenkonto gerechnet. Das Geld bekommt in 2016 stellvertretend für viele Stiftungen dieser Art Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V. . 
Mehr Informationen und ein Anmeldeformular findet ihr in diesem Artikel.

Das 7. „Punkt, Punkt, Punkt“ lautet:


Heimat

Spontan wollte ich euch zum Thema „Heimat“ wieder mit meinem heißgeliebten Berlin quälen. Aber das war mir dann irgendwie… also wieder Berlin *gähn*… also erst hab ich mir den Begriff mal näher angesehen: 



Bedeutungsübersicht (Quelle: Duden)
Land, Landesteil oder Ort, in dem man [geboren und] aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt (oft als gefühlsbetonter Ausdruck enger Verbundenheit gegenüber einer bestimmten Gegend)

Heimat könne auch „neu gewonnen […] werden“ (),[1] da der Heimatbegriff die Möglichkeit auf Beheimatung einschließe – also auf Aneignung einer vertrauten Lebenswelt und Ausbildung sozialer Zugehörigkeiten. (1) Mitzscherlich 1997


 

Klar, meine Heimat ist Berlin, eine Zeitlang war es Oberfranken (darüber rede ich nicht mehr, obwohl ich mit Anton, meinem griechischen Vermieter, auch wunderschöne Erinnerungen und heimatliche Gefühle erlebt habe).

Meine Mutter ist gebürtige Freibergerin, also aus Sachsen. Mit ihr wurde das Erzgebirge meine Heimat. Mein Großvater mütterlicherseits war außer Chirurg auch Landarzt und ich durfte ihn oft begleiten. Er setzte mich dann in Seiffen ab und ich durchstreifte die kleinen Läden mit der wunderschönen Erzgebirgischen Holzkunst. Freiberg und natürlich Dresden… hach, was für eine wunderschöne Stadt, bezeichne ich ebenfalls als meine Heimat. Jedes Jahr fahren wir mindestens einmal nach Dresden, denn meine Mutter findet, dass nur das Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche das „wahre“ Weihnachtsoratorium ist. Selbstverständlich ist damit der alljährliche Besuch auf dem Strietzelmarkt verbunden.

 
Frauenkirche
Kreuzkirche


In der DDR aufgewachsen war 16 Jahre die Insel Rügen, hier das Mönchgut, ganz genau GAGER, mein dreiwöchiges Urlaubsziel. Auch die Insel Rügen ist für mich Heimat, und wenn ich es ein Jahr nicht schaffe, wenigstens ein paar Tage auf Rügen zu verbringen, dann ist das kein gutes Jahr! Ein wenig rührselige Übertreibung sei mir hier erlaubt. 

Steilküste Klein-Zicker
 

Aber zurück zu meiner Herzens-Heimat Berlin. Bei Iris habe ich gelesen, dass sie nicht ganz Berlin als Heimat betrachtet. Das verstehe ich, geht mir genau so, in Biesdorf oder Marienfelde oder Karow fühle ich mich nicht heimisch. Inzwischen aber in Zehlendorf, bei Iris.

Ich wohne jetzt in Reinickendorf (Nordwesten, Einflugschneise Tegel), aufgewachsen bin ich in Bohnsdorf (Südosten, Einflugschneise Schönefeld). Bohnsdorf und der östliche Süden sind meine wirkliche Heimat innerhalb Berlins, hier in Reinickendorf fühle ich mich aber auch sehr wohl.



Am Heiligensee, bei lieben Freunden

Am Schäfersee, direkt bei mir zuhause, mitten in Berlin

Ich bin so gespannt, wo eure Heimat ist oder wie ihr die Definition für HEIMAT seht. 

Noch etwas, bei Iris gelesen, die Heimat sind Freunde und Familie. Deswegen ist mir das bisher fremde Zehlendorf jetzt ein Stück Heimat, liebe Freundin!

Kommentare:

  1. Interessant zu lesen, dass sowohl Frau Tonari wie auch du keine eindeutige Antwort habt auf die Frage, wo ist Eure Heimat - aber Ihr Euch schon angekommen fühlt in den Städten, die Ihr bewohnt - oder zumindest im Stadtteil (von Berlin sagen ja auch Leute, dass es eine Ansammlung diverser Städte sei, keine eigentliche Stadt). Ich selber fremdele sogar nach fast 29 Jahren hier noch.

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    1. Hallo Frau Hunne,
      also meine Heimat ist eindeutig Berlin, wenn du mich länger liest, dann merkst du das noch :) was ich aufgezählt habe, sind alles meine Heimaten. Ich bin angekommen.
      Berlin ist nur einfach zu groß, als dass man überall schon mal gewesen wäre, geschweige denn, sich auskennt oder "zuhause" fühlt.
      LG Claudia

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  2. Hallo Schnecki,

    heimatlich verbunden ist eine gute Umschreibung für Orte, die man ins Herz geschlossen hat. Ich finde auch, davon darf man ruhig ein paar mehr haben. Heimat ist da, wo einen liebe Menschen willkommen heißen, könnte man wohl auch sagen. In meinem Heimatchen Hamburg, sehen wir uns ja ganz bald, und auch in deinem geliebten Berlin. Das du Orte die mit deinen Großeltern verknüpft sind auch als Heimat bezeichnest, verstehe ich mehr als gut. Bei mir waren die ja alle umme Ecke, also gewinnt mein ort noch mehr an Bedeutung. Das Bild am Heiligensee ist bei Olaf, oder? Den anderen See kenne ich ja auch schon recht gut ;-).

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Schneckiiiiiiiiiiiii ♥ ich freu mich so sehr, dass du deine Lieben so nah um dich rum hast. Aber das weißt du schon, glaub ich :)
      Mein Elternhaus ist seit 46 Jahren das selbe, ich verstehe, was du meinst.
      Ich freu mich auf Dich!
      Umärmler

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  3. Ich kenne das auch mit den verschiedenen Orten.
    Früher konnte man mit dem Heimatbegriff eindeutiger umgehen, weil unsere Urgroßeltern in der regel dort alt wurden , wo sie geboren waren. Das geht den jüngeren Generationen anders, denn alle sind mobiler geworden, auch globaler.
    (Ich frage mich, wie lange es bei meinem Töchterlein wohl dauert, bis Neuseeland von ihr als Heimat bezeichnet wird.)

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    1. Liebe Frau Tonari,
      ich begleite dein Töchterchen (online) und bin begeistert, wie schön Neuseeland ist. Aber für immer dort leben? Ich denke, wenn die beiden alles gesehen haben, dann suchen sie sich ein neues Plätzchen zum Erkunden. Hoffentlich (für dich) nicht so weit weg :)
      Liebe Grüße
      Claudia

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  4. Moin Moin!
    Sehr interessant, was jeder mit der Begrifflichkeit "Heimat" verbindet.
    Tolle Bilder...das mit der Frauenkirche und mit dem Meer!!!

    Liebe Valentinsgrüße

    sendet

    Anne

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    1. Moin Anne :)
      Danke für das Lob aus deinem Mund, das freut mich ganz sehr!
      Liebe Grüße
      Claudia

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  5. Liebe Claudia,
    es ist wirklich spannend, was wir alle mit dem Begriff, dem Gefühl Heimat assoziieren.
    Deine Fotozusammenstellung vermittelt vieles, von dem Du auch schreibst.
    Lieben Valentinsgruß
    moni

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    1. Liebe Moni,
      dankeschön. Ich wollte nicht nur schon wieder über Berlin reden. Ich hab halt auch noch andere Wurzeln :)
      Liebe Grüße
      Claudia

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  6. Schön geschrieben und schöne Heimatorte hast Du aufgezählt.

    Lg Anett

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    1. Liebe Anett,
      Dankeschön :)
      Liebe Grüße
      Claudia

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  7. Hallo, liebe Freundin,
    ich freue mich, dass ich und meine Umgebung dir auch ein bisschen Heimat werden konnten :) Gleichzeitig freue ich mich, dass du mir bisher schon viel von deiner Heimat gezeigt hast, das ich auch hier jetzt sehen kann: Den Platz am Heiligensee, Schäfersee, Gager. Deine erste Einflugschneise muss ich noch kennen lernen!!!
    Urlaubsheimaten habe ich übrigens auch, obwohl ich schon recht lange nicht mehr dort war: Die Insel Bornholm und Sölden im Ötztal. Das waren die Urlaubsorte meiner Kindheit bzw. auch noch meiner eigenen Familie mit jüngeren Kindern. Da muss ich auch nochmal hin.
    LG Iris

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    1. Liebes, das kann ich zurückgeben. Danke, dass ich Teile deiner Heimaten kennenlernen durfte :) und Bornholm, sehr gerne, ist ja schon in langfristiger Planung :)
      Liebe Grüße und ich freu mich auf den 28.!
      Claudia

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  8. Heimat lässt sich vielfältig beschreiben. Familie und Freunde gehören auf jeden Fall dazu. Oftmals sind diese jedoch da, wo man einen großen Teil seines Lebens verbracht hat.
    lg

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    1. Hallo Karin,
      ich denke, Familie und Freunde sind untrennbar mit der Heimat verbunden.
      LG Claudia

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  9. Hach...Ich kenne wirklich niemanden sonst, dem man seine heimatlichen Gefühle so abnimmt wie dir! Das ist einfach herzerfrischend wie sehr du Berlin liebst und es immer kundtust! :-)
    Eine heimatliche Insel könnte mir auch gefallen, und Rügen ist einfach wunderschön. Obwohl ich hier ja relativ nah am Meer bin, fahre ich viel zu selten dort hin.

    LG Sabine

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    1. grins... ist wohl sehr deutlich zu erkennen, wie sehr ich Berliner bin... :)
      Liebe Sabine,
      ich verstehe das, wenn man irgendwo lebt, dann hat man auch oft gar nicht die Zeit, die Gegend zu erkunden wie ein Tourist. Allerdings, wenn ich in Hamburg leben würde, ich wäre bestimmt ganz oft am Meer. Bestimmt... :)
      Ich freu mich auf Hamburg und euch!
      Liebe Grüße
      Claudia

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    2. Hihi...Zufall? Nee, ich glaube ja schon lange nicht mehr an Zufälle...
      Grade habe ich erfahren, dass unsere Aktion "Bilder-Pingpong" im Februar in Freiberg "spielte" und ich dort unwissend das alte Haus in der Meissner Gasse 32 aufgehübscht habe. :-) http://jahreszeitenbriefe.blogspot.de/2016/02/bilder-pingpong-14.html#comment-form
      Hier hab ich dann die schönen alten Kulturdenkmale der Freiberger Altstadt bewundert:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kulturdenkmale_in_Freiberg-Altstadt

      Eigentlich ein Glück, dass dort im Osten viel weniger abgerissen wurde als im Westen.

      LG und bis ganz bald!
      Sabine

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  10. Wie kann man Berlin nur gegen Oberfranken austauschen! Schlimm, schlimm, schlimm .... ;-) Vielleicht hast du diese Episode einfach auch gebraucht, um ganz, ganz, ganz genau zu wissen, wo du hingehörst! (Unter anderem)
    LG Sabienes

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    1. Liebe Sabienes,
      gewusst, dass ich nach Berlin gehöre, habe ich immer. Ich war nur... jung und dumm.
      Liebe Grüße
      Claudia

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  11. Das ist so interessant für mich als Engländerin zu sehen wo alle zu Hause sind. Rügen und Berlin nur name für mich, aber einmal möchte ich diese Orte besuchen.

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    1. Hallo Pat,
      ich hoffe, dass du es einrichten kannst, Berlin und Rügen zu besuchen. Es lohnt sich definitiv!
      LG Claudia

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  12. Liebe Claudia,

    ich bin diese Woche etwas im "Hingerlig" und komme erst jetzt mit meinen Kommentaren.
    Wie habe ich mich über die Bilder aus Dresden gefreut. Dresden ist so etwas wie ein "Sehnsuchtsort" von mir. ein Ort, an den ich gerne zurückkehre. Ich besuchte Dresden das erste Mal im 1978, da ich meinte (mit 21), in der DDR das zu finden, was mir (politisch) vorschwebte. Gefunden habe ich eine "Liebe" zu Dresden, zum Sächsischen (Sprache) und zum östlichen Teil von Deutschland.

    Heimat? Herzensheimat? Ich beneide Menschen, die so etwas haben und von einem heissgeliebten Berlin, Bern oder Solothurn sprechen können. Solche Berichte langweilen auch nie, denn sie kommen von ganzem Herzen oder aus der vollen Seele.

    Ich wünsche dir eine gute Zeit
    Barbara

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  13. Hallo Claudia,

    ich kann es nachfühlen, das nicht alles in Berlin Heimat ist. Das geht mir auch so, es gibt Stadtteile in den man sich nie wohl fühlen könnte. Ich zumindest nicht.

    Aber das mit der Familie und Freunden, da ist schon was wahres dran.

    Liebe Grüße
    Julia

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