Donnerstag, 14. Mai 2015

Ich hätt da mal vier Fragen?! – Vatertagsausgabe

Sunny hat ein donnerstägliches Stöckchen in Leben gerufen, an dem ich gerne teilnehmen und bei den anderen Teilnehmer auch gerne stöbern gehen werde  


 
Ich hätt da mal vier Fragen?!

was ist das?

Jeder Blogbetreiber ist herzlich eingeladen, sich die vier Fragen für den Donnerstag mitzunehmen und bis zum kommenden Donnerstag zu beantworten. Habt er selbst eine Frage, die er mal an andere Blogger stellen will? Kein Problem, hinterlasst sie Sunny einfach in den Kommentaren, sie wird sie nach und nach verwenden.



Vier Fragen Vatertagsausgabe



1. Legen wir leicht los. Wie nennst oder nanntest du deinen Vater? 


Papa... einen anderen Namen gab es nie für ihn, würde er auch nicht mögen.  

2. Den Papa verbinden wir in Sachen spielen eher mit Autos und wilden Kunststücken, was hat dein Vater mit dir gespielt? 

Schwierig... ich glaube, alles was ich gewollt hätte. Aber wir haben ein eher angespanntes Verhältnis und ich war immer froh, wenn sein Fokus nicht auf mich gerichtet war. Das war dann ab meinem 10. Lebensjahr generell so, als mein Bruder - der Prinz - geboren wurde. 

3. Was schätzt du am meisten an deinem Vater? Was magst du weniger? 

Er hat es immer gut gemeint, die Methoden waren manchmal zweifelhaft und generell war er bei mir zu streng, was er dann bei meinem Bruder zu wenig war. Sagt er heute selbst. Er hat immer gut für uns gesorgt und war immer für mich da. Hat mit 63 Jahren meinen kompletten Umzug aus Bayern zurück nach Hause gewuppt. Hat mir als Kind eine riesige Eisfläche zum Schlittschuhlaufen um die Schaukel gemacht. Was schätze ich besonders? Das ich mich auf ihn verlassen kann, wenn ich es möchte und zulassen würde. Was mag ich weniger? Das zu 98% nur seine Meinung zählt, nur richtig ist, was er meint... und er in mir immer noch das - zugegeben - schwierige pubertäre Kind sieht. Verdammt, Papa, ich bin 46! 

4. Für Pipi Langstrumpf war Efraim Langstrumpf der Größte und er ist der erste, der mir zum Thema Vater in Bücher einfällt, wer kommt dir in den Sinn? 

Der König im Märchen, der auf seine Prinzessinentochter aufpasst :) 
Und weil wir es gerade davon hatten, Daggi und ich: Thomas 
Concannon, der Vater von Maggie, Brianna und Shannon aus den Büchern der Irland-Triologie von Nora Roberts.



UFF, das waren heute Fragen zur einem für mich eher schwierigen Thema.
Habt einen schönen Feiertag, der auch Vatertag ist, und falls es nicht so rüber gekommen ist, ich bin froh, dass ich meinen Vater noch habe, und liebe ihn auch, aber eben anders als bei Vater-Tochter-Beziehungen allgemein vielleicht üblich. Bei uns wars immer Mutter-Tochter und Vater-Sohn.

Kommentare:

  1. Mein Vater war auch sehr streng und ich hatte keine Geschwister, auf die sich die Strenge dann verteilt hätte. Aber er ist viel zu früh gestorben, dass ist wirklich schade.
    Ich habe gerade festgestellt, dass deine Mama dir im Profil sehr ähnlich sieht ;-)
    LG
    Sabiene (mache diesmal nicht mit, kannst mich aber trotzdem besuchen ....)

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  2. Hallo Schnecki,

    da hab ich wohl wirklich ein eher schwieriges Thema gewählt. Eigentlich ist es ja oft so, dass es ein Vater-Tochter und Mutter-Sohn Gespann hat, zumindest höre ich das von vielen, und du hast es ja auch erwähnt. Aus unseren Gesprächen hätte ich jetzt gar nicht erwartet, dass es für dich eher schwierig ist diese Fragen zu beantworten. Mit den strengeren Erziehungsmaßnahmen haben vermutlich viele Kinder ein Problem gehabt. Manche Dinge kann man im Nachhinein als berechtigt anerkennen und an anderen knabbert man auch Jahre später noch herum. Hast du mal herausbekommen, ob es auch streng zu ging, als dein Papa Kind war? Oftmals übernimmt man ja Teile der eigenen Erziehung. Jedenfalls würde er alles für dich tun, und dass du 46 bist, weiß er, vielleicht ging ihm das nur viel zu schnell. Stellen wir bei unseren Kindern ja auch immer fest ♥.

    Ich drück dich und lass nen Knuddler da

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  3. Das hört sich nach einer strengen Kindheit an, kein einfaches Thema. Das möchte man eigentlich nicht für Kinder, egal ob ein Kind oder mehr.

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  4. Wirklich ein schwieriges Thema, schön, dass du dich trotzdem auch dran gewagt hast!
    Bis zu unserer Generation war es in den meisten Familien ja normal, dass der Vater nicht da war. Entweder physisch abwesend oder emotional. Das scheint sich jetzt so ganz langsam zu ändern. Mal sehen, was unsere Kinder irgendwann mal auszusetzen haben :-) Als Mutter die gute Freundin seines Kindes zu sein, ist sicher auch nicht so ganz unproblematisch...
    Ich glaube, alle machen es eben so, wie sie können. Mein Vater hatte auch eine ziemlich heftige Kindheit mit einem Patriarchaten als Vater, streng und unnachgiebig. Das färbt ab wenn man es nicht reflektiert. Täter sind eben immer selbst auch Opfer. Ich frage mich nur, wie man seine Kinder schlagen kann, wenn man selbst geschlagen wurde. Aber dann hieß es immer: Mir hat das auch nicht geschadet...Haha...
    Schlimm auch, dass unsere Mutter nie eingegriffen und uns geschützt hat. Sie hatte wahrscheinlich Angst vor ihrem eigenen Mann. Das weiß man als Kind natürlich alles nicht. Puh, ein Trauma nach dem anderen...

    Ich hoffe, Sunny hat noch ein paar lustige Fragen auf Lager. :-)

    Schönes WE und LG
    Sabine

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  5. Mir ist auch sofort aufgefallen, wie ähnlich du deiner Mutter siehst. Ich finde es schön, dass du trotz aller Schwierigkeiten einen fairen Blick auf deinen Papa hast. Ich selbst war bei uns zwar das jüngere Kind, aber es war bei meiner Schwester und mir dennoch wie bei deinem Bruder und dir: Nicht ich stand im Fokus, sondern aus verschiedenen, meist besorgten, Gründen sie. Damit konnte ich aber sehr gut leben und habe die so entstnandene Freiheit genossen.

    Insgesamt fällt mir beim Lesen der Beiträge auf, wie vergleichsweise wenig belastet meine Beziehung zu meinen Eltern ist. Und ich würde nur zu gerne lesen, was meine eigenen Kinder zu diesem Thema zu sagen hätten.
    LG Iris

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