Samstag, 9. Mai 2015

Freundinnensommer von Meg Donohue, übersetzt von Nadine Püschel

Produktinformation


  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453412974
  • ISBN-13: 978-3453412972

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Drei junge Frauen, in Kinderzeiten beste Freundinnen, die das Leben und ein tragisches Ereignis von einander entfernt hat. Kate, kontrollsüchtig und kurz vor der Hochzeit verlassen. Vanessa, verheiratet und als einzige Mutter, die an ihrem Leben und ihrer Ehe zweifelt. Dani, noch nirgendwo wirklich angekommen, planlos und labil, die viel zu leicht mit dem Thema Drogen umgeht.

Die Sommer ihrer Jugend haben sie zusammen mit Daniel, Kates Zwillingsbruder, im Sommerhaus des alleinerziehenden Vaters von Dani in dessen Haus auf Avalon verbracht. Bis zu diesem tragischen Vorfall, der das Leben aller Beteiligten einschneidend veränderte.

Kate und Vanessa telefonieren gelegentlich, mit Dani hat keine von ihnen regelmäßig Kontakt. Alle befinden sich zum Zeitpunkt der Verabredung, gemeinsam nach Avalon zu fahren, an einem Tiefpunkt in ihrem Leben. Und sie sind sich fremd geworden und sehen deswegen alle diesem Treffen mit gemischten Gefühlen entgegen. Von den jeweiligen Problemen der anderen, außer das Kate verlassen wurde, wissen sie nicht viel.

Beim Ankommen in Avalon treffen sie auf Danis Vater und dessen Geliebte, die bald mehr als nur das sein wird. Diese Tatsache wirft Dani, deren einzige verlässliche Bezugsperson ihr Vater ist, zusätzlich aus der Bahn.

Ich mochte das Buch und ich fand den Schreibstil, jedes Kapitel von einer anderen der drei Protagonistinnen aus deren Sicht zu erzählen, sehr gut. Nach wenigen Sätzen kann man sich gut in die Person hineinversetzen, zudem über jedem Kapitel steht, wer gerade erzählt.

Besonders schön fand ich, wie sich die drei wieder annähern, die alte Vertrautheit wieder kommt und man merkt, wie nahe sie sich gestanden haben und am Ende des Buches auch wieder stehen. Die Entwicklungen der drei werden gefühlvoll und in ruhigen, ernsten Worten dargestellt.

Die Auflösung der Umstände um den Tod von Daniel hat mich sehr berührt und auch ein wenig erschreckt.

Insgesamt kein leichtes Buch, aber dennoch auch fröhlich, und voller Überraschungen. Kate, Vanessa und Dani sind mir sehr ans Herz gewachsen und gerne würde ich mehr von ihnen lesen. Das Cover ist bezaubernd, täuscht aber – meiner Meinung nach - ein leichtes Sommerbuch über Freundschaft vor. Das ist es nicht nur, was aber auch der Klappentext ganz deutlich erkennen lässt.

Sicher nicht ein „Muss-man-gelesen-haben-Buch“, ich habe es aber auch nicht bereut!


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