Sonntag, 29. Juni 2014

Story-Pics 2014 - 26






So, ich bin wieder da und ab jetzt wird wieder diszipliniert beim Story-Pic mitgemacht. 

Für diese Woche hat Sunny sich ein Wort gewünscht, dann soll sie es haben. Keine Ahnung, wie mein Schreiberling es in eine Liebesgeschichte einbauen wird, wahrscheinlich geht ein verliebtes Pärchen ins Kino.

Das hier ist es nun:


Das BABYLON ist ein sehr altes Kino im Berliner Bezirk Mitte, dem ehemaligen Scheunenviertel. Ein ärmliches kriminelles Viertel am damaligen Rand von Berlin. Am 30.11.1929 gab es bereits 378 (!!) Kinos in Berlin, in ganz Deutschland waren es 5.076. Dieses Kino hätte es nicht unbedingt gebraucht.
Das Kino eröffnete mit 1.299 Plätzen, 1976 wurde eine moderne Leinwand eingebaut und dann waren es nur noch 428 Plätze. 1929 hatte das Kino eine Leinwand in der Größe von sechs mal viereinhalb Metern, seit 1972 ist sie 13 x 7 m groß. Das Kino wurde im 2. Weltkrieg nur geringfügig zerstört und eröffnete als eins der ersten Kinos nach dem Kriegsende wieder seine Pforten. In den "Katakomben" des Kinos gab es eine antifaschistische Widerstandsgruppe und auch Juden wurden versteckt. Im Scheunenviertel lebten damals sehr sehr viele Juden.

So, bissi Kultur musste zu dem Wort sein, und ich war letzte Woche anlässlich der Lesung von Jojo Moyes dort, von der Lesung habe ich ja schon berichtet.

Hinter dem Story Pic verbirgt sich Folgendes:

  • 38 Blogger
  • im besten Fall 38 sonntägliche Pics mit einem Wort
  • mehrere Schreiberlinge rund um Sunny
  • 38 Storys, pro Blog eine, aus den gespendeten Wörtern - bisher geheim, sogar der Autor.
  • Wir kennen nur unsere Wörter und die der Mit-Blogger,
  • und natürlich unser Genre, denn das durften wir uns wünschen
Am Ende des Jahres spendet Sunny der Adra-Stiftung pro Wort 0,05 €.

Meine bisherigen Worte: 

Zauber(innen), Liebe, Sohle(n), sehnsüchtig, alltäglich, lästig, innig, parallel, verletzt, gemundet, Schatten, bizarr, Vorfreude, Glückspilz, gigantisch, Zuhause,Spinner, Fan

Entscheidung des Herzens - Lake Anna 2 von Joanne St. Lucas


Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 806 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 115 Seiten
  • Verlag: bookshouse ready-steady-go (27. Juni 2014)

Endlich!!! Der 2. Teil ist da und endlich treffe ich Tyler O'Brian, Rockstars und Protagonist des Buches Pampelmusenduft, 2. Teil der beliebten St. Elwine-Reihe aus der Feder von Britta Orlowski, wieder.

Aber der Reihe nach, kurz zum 


Inhalt des Buches:
Trish, ein ehemaliges Supermodel mit dem Künstlernamen Diamond, lebt seit 7 Jahren zurückgezogen und anonym im idyllischen Bergstädtchen Lake Anna. Nicht einmal ihre engsten Freundinnen, zu denen auch Alex gehört, die wir aus dem 1. Teil „Flucht des Herzens“ kennen, wissen um diesen Teil ihrer Vergangenheit. Nach einem Zusammenbruch wegen akuter Erschöpfung hat sie ihre Karriere beendet und sich damit den Zorn ihres (ach so unsympathischen) Vaters zugezogen. Die Mutter verließ die Familie schon, als Trish noch klein war.
Gegenüber des Büchercafes, das sie in Lake Anna eröffnet hat, befindet sich das Sportgeschäft von Marcus Parker, dem Ex-Quarterback der L.A. Tigers. Auch er hat sich nach seinem Karriereende vor zwei Jahren mit seiner Tochter Mara nach Lake Anna zurückgezogen. Seine Geschichte ist allerdings im Ort bekannt. Mara und Trish mögen sich, Marcus geht sie aus dem Weg, denn sie sind sich während der Zeit, in der sie beide in der Öffentlichkeit standen, mehrere Male begegnet und Trish möchte nicht, dass ihre Vergangenheit bekannt wird.
Es kommt wie es kommen musste… die beiden kommen sich näher, von Marcus auch forciert, denn er ist in Trish verknallt, seit er sie das erste Mal gesehen hat. Trish wehrt sich, aber sie kann ihm nicht widerstehen, und Mara, seine Tochter, liebt sie sowieso.
Dann kommt die böse Ex-Frau von Marcus ins Spiel, Maras Mutter und Schauspielerin, die in eigenem Interesse aus Trishs Vergangenheit plaudert und deren Aufenthalt der Presse verrät. Eine Horde gieriger Reporter fällt in Lake Anna ein, aber sie haben nicht mit den Bewohnern des Städtchens,  Trishs Freunden, und deren Loyalität gerechnet…. Aber, lest selbst, wie Trish und ihre Freunde damit umgehen und welches Geheimnis dabei ans Licht kommt. Hach… ich wäre so gerne selbst dabei gewesen und hätte Trishs Gesicht sehen wollen, als… nein, selber lesen *grins* 


Mein Leseeindruck
Soooooooooo gerne war ich wieder in Lake Anna, ich hab mich sofort wieder zuhause gefühlt. Es war schön, die Protagonisten aus Teil 1 zu treffen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, ein bisschen mehr über ihr Leben nach „Flucht des Herzens“ zu erfahren. Und der kurze Auftritt von Tyler O’Brien aus Pampelmusenduft, St.Elwine-Reihe von Britta Orlowski, hmmmm… schade, ich hätte gern mehr über die Freundschaft der beiden erfahren und der Besuch war mir persönlich zu kurz und zu schnell abgehandelt.
Trish und Marcus sind supersympathische und sehr gut beschriebene Protagonisten, von Mara erfährt man nicht so viel, aber sie ist ja auch im Hauptteil bei ihrer… *hust*… also Rabenmutter ist noch wirklich nett formuliert!
Zwischen den Frauen Alex (aus Teil1), Trish, Sara und Katie hat sich eine wunderbar beschriebene Frauenfreundschaft entwickelt, allerdings hat Trish selbst ihnen nichts über ihre Vergangenheit erzählt. Das Zusammenkommen von Trish und Marcus ist sorgfältig und liebevoll ausgearbeitet, und absolut glaubhaft und nicht kitschig dargestellt.
Wenn man auch denken könnte, dass man in dem Buch auf Kitsch trifft, dann hat man sich getäuscht. Die Autorin schafft es auch in diesem Roman wieder, mich total ans Buch zu fesseln, ich mag ihren Schreibstil sehr. Er ist frisch, fröhlich und einfach mitreißend. Nach wie vor erinnert er mich an Nora Roberts Schreibstil (bis auf die „erotischen Überinformationen“, aber das ist Geschmacksache, ich bräuchte sie nicht) und dann liest Trish auch noch ein Nora Robert Buch im Roman… da musste ich sehr grinsen. Und Mr. Darcy hat sich sowieso sofort in mein Herz geschlichen. 


Fazit:
Ein weiterer zauberhafter und gelungener Roman rund um Lake Anna, leider viel zu kurz! Ich freu mich auf weitere Geschichten aus Lake Anna.


Auch für den 2. Teil um Lake Anna gibt es 5 von 5 Hintern


Flucht des Herzens - Lake Anna 1 von Joanne St. Lucas


Produktinformation

  • Broschiert: 285 Seiten
  • Verlag: bookshouse (28. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9963522327
  • ISBN-13: 978-9963522323

Das Buch habe ich im Urlaub gelesen, am Strand, mit Blick auf das Meer. Es war herrlich, denn trotz Sonne, Strand und Meer war ich ruckzuck in Lake Anna, streifte durch die Wälder und aus dem blauen Meer wurde der blaue (See) Lake Anna.


Kurz zum Inhalt:
Junge erfolgreiche Wirtschaftsanwältin überrascht ihren Lebensgefährten mit ihrer besten Freundin im Bett und gleichzeitig wird ihr ein schweres berufliches Vergehen zu Last gelegt. Sie flüchtet aus der Stadt und landet… im zauberhaften Städtchen Lake Anna.
Die Bewohner der Stadt sind so, wie man sich seine besten Freunde erträumt. Das Städtchen ist so, dass man am liebsten sofort die Umzugskisten packen und dorthin ziehen möchte.
Alex braucht eine gewisse Zeit, um „anzukommen“, lernt ihre Nachbarn kennen und ganz langsam öffnet sie ihr Herz, auch für Josh. Josh ist Teil eines Brüderkleeblatts, die den Jungen ihrer verstorbenen Schwester zu sich genommen haben und Alex bitten, den Jungen zu betreuen, wenn sie ihren jeweiligen Berufen nachgehen.
Dann, gerade als Josh und Alex sich näher gekommen sind, steht der (reumütige) EX vor der Tür, mit der (unsympathischen) Mutter von Alex im Schlepptau und will sie zurück. „Bitte nicht!!!“, war mein erster Gedanke, aber lest selbst, wie Alex sich entscheidet…


Mein Leseeindruck
Dass Nora Roberts meine Lieblingsschriftstellerin ist, könnte inzwischen bekannt sein. Dieses Buch hat mich genauso verzaubert, wie Nora Roberts Bücher es jedes Mal schaffen. Es birgt Potential, eine Serie zu werden (die drei Brüder, mehrere alleinstehende Bewohner von Lake Anna). Ich durfte die sympathische Autorin bei einer Wohnzimmerlesung bei der ebenfalls so sympathischen Autorin Britta Orlowski in St.Elwine bei Berlin (Insider *grins* ) kennenlernen. Daher wusste ich, dass es einen weiteren Teil geben wird, denn Joanne St. Lucas las gemeinsam mit Britta Orlowski eine Stelle aus dem zweiten Teil Lake Anna, in dem man den Protagonisten Tyler aus Pampelmusenduft - St. Elwine #2 treffen konnte. 


Die Geschichte ist zauberhaft, man leidet mit Alex und ist stinkwütend auf ihren Ex und die verlogene Anwaltsbande. Man leidet mit ihr in ihren ersten Tagen in Lake Anna und möchte sie einfach nur tröstend in den Arm nehmen. Man freut sich mit ihr, als sie langsam zu gesunden beginnt.
Alle Protagonisten sind sehr gut und sympathisch ausgearbeitet, außer der Ex und Alex Mutter, und das mit gutem Grund. Was habe ich die beiden gehasst…
Das Brudertrio und auch die Freundinnen, die Alex findet, würde ich so gern im wirklichen Leben treffen. Alex natürlich auch.

Lake Anne ist so bildhaft beschrieben, dass ich – auf meiner Sonnenliege am Meer bratend – das Gefühl hatte, an ein Holzgeländer gelehnt stehend auf den glitzernden See zu schauen. Die Szenen im Schnee ließen bei mir bei 36Grad im Schatten Gänsehaut entstehen. Ihr versteht, was ich meine?


Die Geschichte um Shane, den Neffen der drei Brüder, hat mich zu Tränen gerührt. Von der Nebenliege kam ein trockenes: „Haste Taschtücher dabei oder brauchste eins?“ Ich hatte natürlich, hab ich Heulsuse immer *grins*

Der Schreibstil ist locker und flüssig, sehr bildhaft und definitiv suchtfördernd, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es mit einem „hach, wie toll“ beendet. Es ist schön zu lesen, wie Alex wieder zu sich selbst findet und schlussendlich eine selbstbewusste und durchsetzungsfähige Persönlichkeit entwickelt.
Lediglich die „erotischen Überinformationen“ haben mich etwas gestört, aber das ist ja mein persönlicher Geschmack. Das mag ich an Nora Roberts so gerne, die gibt es bei ihr nicht.


Fazit:
Ein wunderbarer, leidenschaftlicher und gut zu lesender Roman einer wirklich sympathischen Autorin, der Lust auf die Fortsetzung macht. 


5 von 5 Hintern
 

Donnerstag, 26. Juni 2014

Lesung „Weit weg und ganz nah“ von Jojo Moyes

Wie alles begann:
Eine liebe Bloggerfreundin wies mich auf das Gewinnspiel von werliestwannwo hin, da sie wusste, dass ich Berlinerin bin. Natürlich habe ich sofort an meine liebe Freundin Iris gedacht und sie genötigt, auch bei diesem Gewinnspiel mitzumachen.

Das war Montag, die Lesung fand Donnerstag statt und am Mittwoch, gegen 22:00 Uhr, erhielten wir beide eine E-Mail, dass wir gewonnen hätten. Große Freude, denn zu den Karten gehörte auch ein Buchgewinn. Sofort wurde noch in der Mittwochnacht hektisch telefoniert und sich für den nächsten Tag verabredet. Vorfreude pur.

Auf dem Weg
Iris hat mich im Büro abgeholt und wir sind dann, relativ rechtzeitig *grins*, Richtung Alex gefahren und wollten noch etwas essen gehen. Wir hatten uns längere Zeit nicht gesehen und viel zu erzählen… und es kam wie es kommen musste, über Tortellini und … taddaaaaaa … SCHNITZEL…


haben wir uns natürlich verquatscht. Nebenbei hektisch nach dem Weg zum Veranstaltungsort, dem Kino Babylon, gegoogelt, das sollte ja dort gleich um die Ecke sein.

Schnell bezahlt und losgestürzt… und was soll ich euch sagen, natürlich in die völlig entgegengesetzte Richtung! Am Hackschen Markt war uns dann beiden klar, dass wir wohl die richtige Straße, aber in die falsche Richtung gelaufen sind.
Also… spontan ein Taxi geentert, denn – also nach meinem Hibbelgefühl – war es schon supersuperknapp, sozusagen 5 vor 20:00 Uhr. Ich möchte nicht wissen, was der Taxifahrer gedacht hat, als wir ihn um eine Fahrt von ca. 800m gebeten haben… aber ehrlich, ich war so aufgeregt, dass mir das völlig egal war. Iris war die ganze Zeit lächelnd und liebevoll beruhigend an meiner Seite. Was sie gedacht hat, das

möchte ich - glaub ich - auch gar nicht wissen
 



Jedenfalls, völlig hektisch am Babylon angekommen, haben wir uns erst einmal umärmelt und verschnauft, Iris hat die Karten organisiert während ich eine Beruhigungsziggi geraucht habe, und dann gabs für jeden ein Glas Wein.
 

Vielen Dank an Christina von werliestwannwo und den Rowohlt-Verlag, es war wunderbar organisiert, Karten und Bücher lagen bereit und wir wurden auch prompt auf der Gästeliste gefunden.


Es geht loohoooooooos…
Bewaffnet mit Buch und Wein gingen wir dann also in den schönen Hauptsaal des wunderbaren alten Kinos. Der Saal war zur guten Hälfte gefüllt mit überwiegend weiblichen Zuhörerinnen, aber auch einige Männer waren dabei. Eine Klavierspielerin unterhielt uns, bis der Veranstalter dann die Lesung offiziell eröffnete.


Mit fröhlichen Worten begrüßte er uns Mädels und die Herren, „die sich fußballfrei genommen haben“. Die Bücher von Jojo Moyes beschrieb er mit den launigen und sympathischen Worten: „ … beinhalten keine erotischen Überinformationen…“.
Das muss ich mir merken…

Schon während der Begrüßung wurde im Saal viel gelacht und mit einem herzlichen Applaus wurde er von uns verabschiedet.


Und dann kamen sie endlich. Vorne weg die Moderatorin des Abends, die Journalistin Shelly Kupferberg, danach Jojo Moyes und zuletzt Luisa Helm, eine Schauspielerin, die die Synchronstimme von Scarlett Johansson ist und alle drei bisher erschienenen Bücher von Jojo Moyes als Hörbuch eingelesen hat.
 
Jojo Moyes hat eine wunderbar sympathische und freundliche, zugewandte Ausstrahlung. Ihre Stimme ist leise und zart, außer sie liest, dann klingt sie ganz anders.
Die Lesung begann mit einer Einführung der Moderatorin, die uns alle sehr herzlich begrüßte und ein wenig zum Inhalt des Buches erzählte. Die Moderatorin hatte sich wirklich gut vorbereitet. Der Veranstalter hatte uns in seiner Begrüßung schon erzählt, dass die Filmrechte zu „Ein ganzes halbes Jahr“ an MGM verkauft sind.  

Juchuuuuuuuuuuu… es wird einen Film zum Buch geben, ich freu mich und hoffe, er wird ähnlich gut wie die Verfilmung von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“.

Jedenfalls war das dann auch die erste Frage an Jojo Moyes: ob sie wisse, wann der Film fertig sein würde. 





Das kann Jojo Moyes nicht einschätzen, sie hat zwei verschiedene Drehbücher geschrieben, es gibt schon einen Regisseur und das Casting läuft bereits, aber… wie sagte sie mit einem Lächeln: “Hollywood ist schwierig, jeder hat eine Meinung.“
Wir können wohl einfach nur abwarten... und uns vor-freuen.



„Wie schreibst du?“, lautete die nächste Frage, also sinngemäß. Die Moderatorin erzählte in Deutsch über ihre Frage und stellte sie dann natürlich in Englisch noch einmal. Das war wunderbar gelöst, viele haben schon die englischen Antworten verstanden, ich empfand es aber als sehr angenehm, dass diese auch noch einmal ins Deutsche übersetzt wurden.

Jojo Moyes schreibt und hat dabei schon den Film im Kopf. Manchmal legt sie sich dabei im Büro auf den Boden, oft ist sie dabei schon eingeschlafen. Sie ginge immer filmisch an ihre Bücher ran, sagte sie. Da verwundert es nicht, dass sie, als sie in den MGM-Studios war und in einem Büro voller Oskars kam, sofort Fotos machen musste, wie ein Touri. Das erzählte uns Jojo Moyes so und lachte herzlich dabei.
Sie war ganz aufgeregt, da im Studio… und dann sagte der Manager auch noch: “Komm, lass uns den Film machen!“

Jojo Moyes liest nun in Englisch aus ihrem Buch. (Übrigens finde ich das englische grüne Cover voll hässlich, unser deutsches Cover ist viel schöner!). Wie schon erwähnt, Jojo Moyes hat eine wirklich angenehme Stimme, die sich beim Lesen aber verändert. 


Nach Jojo Moyes erzählt die Moderatorin noch etwas über den Inhalt des Buches und dann liest Luise Helm, wir waren begeistert von dieser wunderbaren Stimme und ihrer Art des Vorlesens. Da würde sogar ich mir ein Hörbuch kaufen und ich überlege ernsthaft, ob ich mir „Ein ganzes halbes Jahr“ als Hörbuch ins Auto lege. Ich kann sie euch wirklich sehr empfehlen! 

Danach wurde wieder ein wenig gefragt und geplaudert. Den Inhalt des Interviews kann man hier auf der Verlagsseite vom Rowohlt-Verlag  nachlesen, die Moderatorin hat sich wohl an den hier gestellten Fragen orientiert.

Die Idee für „Weit weg und ganz nah“ ist eine Kombination aus mehreren Ideen. Sie wollte schon immer mal über einen Road Trip schreiben, weil sie selbst Filme darüber sehr liebt. Und sie beobachtet auch in ihrem Land, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer breiter wird und sich die Menschen aus den verschiedenen Schichten immer seltener begegnen. In „Weit weg und ganz nah“ sind sozusagen „2 Welten auf engstem Raum vereint“.

Wichtig waren mir noch folgende Aussagen:

- sie orientiert sich bei ihren Protagonisten nicht an lebenden und ihr bekannten Personen. Zitat: “wenn man Freunde im Buch in Liebesdingen involviert, dann kommt das meistens nicht gut.“

- die Hauptpropagandistin Jess war ein ganz wichtiger Charakter für sie und für das Buch. Jojo Moyes sieht sich selbst als Feministin. Die weibliche Hauptperson in ihrem Buch sollte ein positiv besetzter Charakter sein und eine Mutter mit einem guten Verhältnis zu ihren pubertären Kindern. Insgesamt soll das eine Message sein, insbesondere an ihre 16jährige Tochter, aus der man lernen kann. Das war ihr auch wichtig, weil sie beobachtet hat, dass es mehr gute Beziehungen zwischen Müttern und Pubertären gibt, als gedacht.

- zum Thema Business recherchierte sie, als ehemalige Journalistin, intensiv und konnte sich dabei auch auf das Wissen ihres Mannes stützen, der ebenfalls Journalist ist, in der „technischen Welt“.

- sie selbst ist miserabel in Mathematik, das sagte sie selbst so und wieder mit diesem herzlichen Schmunzeln im Gesicht. Sie hat drei Kinder, zwei davon sind mathematisch begabt, und sie musste immer den Vater dazu holen, damit der ihr und den Kindern helfen konnte, die von Jojo Moyes gestellten Aufgaben zu lösen. Ja, großes Kichern im Saal, da denkt sie sich also Matheaufgaben aus, die sie dann selbst nicht lösen kann… 


- sie wollte ein Buch über Teenager schreiben, weil die eben auch nett sein können. Sie selbst hat eine Teenie-Tochter, und die klauen bekanntlich gern Klamotten der Mutter und so müsse sie schreiben, um neue Sachen für sich kaufen zu können. Auch das erzählte sie wieder mit ihrem herzlichen Lachen und bei der Passage, dass ihre Kinder nett seien, klopfte sie symbolisch auf die Holzlehne ihres Stuhles.
Psssst… sie selbst sei eine schlimme Teenie-Tochter gewesen, verriet sie uns schmunzelnd.

- Jojo Moyes ist in einer schlimmen Gegend von London aufgewachsen, sie nannte es „taffer Bezirk“, was sie sehr geprägt hat. Selbst nachdem sie mit 30 aufs Land gezogen ist, hat sie immer noch den Hausschlüssel fest umkrallt in der Hand und hat sich immer noch oft ängstlich umgesehen. Inzwischen geht’s…

Dann wird wieder etwas vorgelesen, Luise Helm liest. Jojo Moyes liest scheinbar synchron in ihrem englischen Exemplar mit und lacht an den gleichen Stellen wie wir.
Anschließend lobt sie die Vorleserin und sagt, dass sie anhand der Intonation der Vorleserin auch ohne Deutschkenntnisse immer genau wusste, welche Stelle gerade gelesen wurde.
Ich muss das auch noch einmal ganz deutlich sagen: Luise Helm hat das ganz hervorragend gemacht!!!

Humor ist für Jojo Moyes sehr wichtig, und von ihren bisher 11 (!!!) geschriebenen Büchern sind 6-7 ohne Witz. Sie hat gelernt, dass umso mehr Humor ins Buch muss, umso schwärzer das Thema ist. Hierbei verwies sie auf „Ein ganzes halbes Jahr“.
Lachen sei wichtig, genauso wie Weinen, so sagte sie.


Von den 11 schon geschriebenen Büchern sind bisher 3 übersetzt, nächstes Jahr erscheint ein Buch, das abwechselnd im 1. Weltkrieg und im Heute spielt. Das nächste sei dann ähnlich wie „Weit weg und ganz nah“ geplant, da sie aber abergläubisch sei möchte sie darüber noch nichts weiter sagen, „falls es nichts wird“.
 

Die Lesung endete viel zu schnell und mit einem herzlichen langen Applaus für alle Beteiligten. Die 90 Minuten waren wie im Fluge vergangen.
Wir zogen dann zum Signieren in einen Nebenraum um, da der Kinosaal für die Männer geräumt werden musste, denen auf der großen Leinwand dann Fußball gezeigt wurde.

Nach der Lesung
Vor dem Signierzimmer bildete sich eine lange Schlange aufgeregter und glücklich grinsender Mädels (und vereinzelter Männer, aber wirklich vereinzelt). Teilweise hatten die Mädels alle drei Bücher in der Hand, man konnte aber auch alle Werke inklusive Hörbücher vor Ort erwerben.
Immer fröhlich lächelnd und geduldig erfüllte Jojo Moyes alle Signaturwünsche und auch wir hatten das Vergnügen. Also Iris, denn ich war ja als „Karla Kolumna, die rasende Reporterin“, unterwegs.







Ein wunderbarer Abend, rundum, also mal abgesehen von unserer eigenen Dummheit, weil wir uns im Kreis von 1500m echt verlaufen hatten…

Und einem Erlebnis auf dem Weg zum Bahnhof: 

In Berlin ist es die neueste Falle für Touristen, dass sie von Familien oder mehreren Personen angesprochen und nach dem Weg gefragt werden. Dabei lenkt einer den Touri ab und der andere beklaut ihn, ganz schlimm… die Kinder sind voll mit dabei. So ein Paar mit zwei Kindern im Alter zwischen 7 und 8 sprach auch uns an und fragte nach dem Weg zum Alexanderplatz. Blöd nur für die, dass wir tatsächlich schon auf dem Alex standen und ich die betrügerische Masche kannte. Meine liebe Iris wollte natürlich gern helfen und erklären, da hab ich mir sie und ihre Handtasche aber fix geschnappt und weitergezerrt. Und ausgeschimpft… also ganz liebevoll.

Liebe Berliner und Berlinbesucher, passt bitte ganz besonders an großen öffentlichen Plätzen auf eure Wertsachen und Taschen auf. Tasche immer am Mann (oder der Frau), Reißverschlüsse nach innen, Hand auf die Tasche.
Lasst euch nicht ansprechen, nehmt keine Bonbons von fremden Leuten und geht mit niemandem mit! Nein, Spaß beiseite, passt gut auf euch auf!


Danke an Iris und werliestwannwo für diesen wunderbaren Abend! ♥

Sonntag, 22. Juni 2014

Juni 2014 - Eine Reise durchs Buchregal-Challenge

Veranstaltet von "Jackys Bücherregal"
 

http://jackys-bücherregal.de/eine-reise-durchs-buchregal-challenge-ankuendigunganmeldung/
Klick führt zum Ankündigungsbeitrag




1. Eine Rezension zu einem Sommerbuch – und die Frage “Was ist ein Sommerbuch ?”


Ein Sommerbuch ist leicht, hat ein Happy-End, ist voller Liebe und glücklichen (zumindest zum Ende) gutaussehenden Menschen. Vorzugsweise spielt es im Sommer, muss es aber nicht. Im Urlaub am Strand habe ich „Ein Weihnachtswunder zum Verlieben“ von Ali Harris gelesen und empfand es auch als Sommerbuch.

Zur Rezension, ebenfalls im Urlaub am Strand gelesen:

„We love Fashion – Röhrenjeans und Schulterpolster“ von Maya Seidensticker 






2. Ein kleines Interview… hier die Fragen :


Wieviele Bücher, eBooks und Hörbücher liegen derzeit auf Deinem SuB ?

Unzählbar, aber ich habe heute die Prints sortiert und mich von ganz vielen Büchern in meinem SUB getrennt. Der Lesegeschmack ändert sich und ich habe ganz kritisch danach geschaut, ob ich es wirklich noch lesen möchte. Ganz viel seichter ChickLit ist jedenfalls mal rausgeflogen. eBooks habe ich so viele, dass ich irgendwie den Überblick verloren habe… und da sind Juwelen dabei, darum muss ich mich auch dringend kümmern. Da die aber keinen Platz wegnehmen und mich aus dem Bücherregal heraus anklagend ansehen, stört mich das nicht ZU sehr
Warum kannst Du das Buch, das Hörbuch, das Du aktuell liest (nicht) weiterempfehlen?

Ich lese als nächstes „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, wahrscheinlich als letzter Mensch auf dieser Welt… und zu dem Buch muss ich nichts sagen, oder?

Mit welchem Buchstaben beginnt der Nachname des Autors Deines aktuellen Buchtitels, Hörbuchtitels? Welche Bücher und Hörbücher, deren Autorenname mit dem gleichen Buchstaben beginnt, würde ich in Deinem Bücherregal finden?


Grins… wie bekannt mir diese Fragen vorkommen…
Also… John Green, also G…
Ein paar Kerstin-Giers und ein Goerz „Der Osten ist ein Gefühl“

Wenn Du Teil Deines aktuellen Buches, Hörbuches werden könntest, welche Rolle würdest Du übernehmen wollen und warum?

Also in dem Buch von John Green keine, in den „Röhrenjeans und Schulterposlter“ wäre ich gern eine der zeitreisenden Schwestern.

Mit Brille oder geht’s noch ohne ?

Nur noch mit Brille… leider…

Was ist das nächste Buch, dass Du lesen möchtest, das nächste Hörbuch, das Du hören möchtest, wenn Du mit dem Aktuellen fertig bist?

Nach John Greene werde ich „all deine Zeilen“ von Sofie Cramer lesen..

Gibt es ein Buch, was schon ewig auf Deinem SuB liegt? Warum hast Du es bisher nicht gelesen?

Susan Mallery… nach ihr ist mir grad nicht, aber irgendwann möchte ich ihre Bücher unbedingt lesen, ich mag ihre Reihen sehr gerne.

Habt Ihr immer was zu lesen dabei?


IMMER!!! Und wenn es auf dem Handy ist.

Welches Buch war für Euch DAS Highlight der/des letzten Monate/s?

EINS??? Nee, das kann ich nicht festlegen… es waren wirklich viele! Zusammgefasst in meinen monatlichen Lese-Rückblicken.

Welches Buch habt Ihr zuletzt abgebrochen? 


Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts von Susann Pásztor, das war einfach nur *gähn* und ich konnte gar nichts damit anfangen.

Allgemeine Frage: Lest Ihr manchmal mehrere Bücher parallel? Aus dem gleichen Genre? Oder könnt ihr Euch nur auf ein Buch konzentrieren?

Selten… meist nur eins, und das muss dann überall hin mit. Da ich eigentlich nur ein Genre lese, also Bellestrik, sind sie, wenns mal zwei sind, beide vom gleichen Genre.

we love fashion - Röhrenjeans und Schulterpolster

Produktinformation


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3785578841



Dieses Buch ist so süß, ja wirklich, ich hatte genau DAS Gefühl, als ich es zugemacht habe. Und mir war ganz glitzrig vor den Augen…
 
aber der Reihe nach:



Das Buch ist ein Jugendbuch, das war mir gar nicht so klar. Es geht um Mode, das allerdings dachte ich mir anhand des Titels, und dass es um die legendären 80er geht wusste ich.
Und es scheint eine Reihe zu werden, was mich besonders freut.



Kurz zum Inhalt:
Lucy träumt von Mode, ihre ältere Schwester Hanna lebt diesen Traum schon, denn sie studiert bereits an der elitären und bekannten Modeschule Bernstein, einem Internat. Lucy hat die Chance, ebenfalls einen der begehrten wenigen Studienplätze zu bekommen, wenn sie die Aufnahmeprüfung besteht. Das Thema: Die Mode der 80er, ihre Gegnerin: Lucys ehrgeizige und intrigante Zimmergenossin.

Es entbrennt ein Wettstreit, in dem auch mit unlauteren Mitteln gekämpft wird. Und es gibt eine *piep*, beinahe hätte ich was verraten! :)  Und logisch: einige amüsante Zeitreisen.



Mein Leseeindruck:

Ich mochte die Protagonisten, mir gefiel der geschwisterliche Zusammenhalt der Schwestern sehr gut. Beide sind ausgesprochen sympathische Hauptfiguren und ich freue mich auf ein Wieder-Lesen. Auch die Nebenfiguren werden ausreichend und, ihren Rollen entsprechend sympathisch oder eben nicht, dargestellt.

In den 80ern war ich Teenager, vielen herzlichen Dank an die Autorinnen, die unter dem Pseudonym Maya Seidensticker schreiben, dass sie mir die bunten, schrillen und teilweise schrecklichen Bilder wieder ins Gedächtnis gerufen haben. Achselhaare… ich musste mich schütteln als ich das gelesen habe. Vokuhila und Schnauzer, der Gymnastikanzug über der Leggings… *grusel*
Telefone mit Wählscheibe und die Frage, wie man sich früher verabredet hat, so ohne Handy… die ich mir auch schon gestellt habe. Die Autorinnen haben die Zeit und die Mode wunderbar detailgetreu dargestellt und auf den Punkt getroffen.



Das Thema Zeitreise ist für mich als absoluten Fantasy-Legastheniker sehr gut und verständlich gelöst, das konnte sogar ich mir vorstellen. Es gibt der Geschichte die besondere Würze.



Fazit:

Nachdem ich mich eingelesen hatte, ging es ruckzuck und leider war das Buch viel zu schnell zu Ende. Der Schreibstil ist humorvoll, leicht und locker. Vielen Dank, wie oft habe ich herzhaft gegrinst, und wie oft hab ich gedacht: “OMG, stimmt ja… so war das!“
Ich freue mich auf die nächsten Erlebnisse von Lucy und Hanna und werde diese Buchreihe ganz sicher im Auge behalten.

Einziger Kritikpunkt: Lucys Zimmergenossin ist mir mit ihren Betrügereien und Gemeinheiten einfach zu unbestraft davongekommen, das Ende hätte ich mir eindeutiger gewünscht. Aber vielleicht hat das ja einen Grund und löst sich im nächsten Buch.



„we love Fashion – Röhrenjeans und Schulterpolster“ bekommt von mir eine Leseempfehlung. Wahrscheinlich jedoch eher für wirklich junge Leser oder eben für solche „alten 80er“ wie mich.

Deswegen vergebe ich 4,5 von 5 Hintern


Sonntag, 1. Juni 2014

Story-Pics 2014 - 22

http://www.always-sunny.de/story-pics-2014-bald-geht-es-los/#comment-25102 
Heute... heute bin ich pünktlich :) aber ich hab da am Freitag (!!!) auch was Schönes gesehen...

Gings denn schon los???





Also... grins... man kanns auch übertreiben, oder?

Mein Wort für heute ist dann ganz einfach


FAN

Ich wünsch euch einen schönen Sonntag und bin dann mal weg. Urlaaaaaaauuuuuuub... ich freu mich