Sonntag, 2. März 2014

Zurückgeküsst von Kristan Higgins


Produktinformation

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  • Broschiert: 401 Seiten
  • Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag; Auflage: 1., Aufl. (November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862784843
  • ISBN-13: 978-3862784844


Also… Kristan Higgins hat echtes Potential, eine meiner Lieblings-Autorinnen zu werden! Das war mein erster, aber definitiv nicht mein letzter „Higgins“!


Zum Inhalt:
Harper, eine engagierte Scheidungsanwältin Anfang Dreißig, lebt ein strukturiertes Leben in ihrem Heimatort, zusammen mit Dennis, gutaussehender Feuerwehrmann mit kleinen Makeln und ihr langjähriger Freund. Als sie ihm, als selbstbewusste Frau der Moderne, einen sehr… naja, sachlichen… Heiratsantrag macht und grad überlegt, wie schnell die Liste der wünschenswerten Veränderungen an Dennis umgesetzt werden kann, ruft ihre Schwester Willa an, um sie zu ihrer dritten Hochzeit einzuladen. Dennis kann sich so ohne Antwort aus der Heiratssache „rausschleichen“.
Schlimmer geht immer, und so heiratet Harpers Schwester nach kurzer Zeit des Kennens, Christopher, den Halbbruder von Harpers Ex-Eheman, Nick. Also macht sich Harper, als Trauzeugin und liebende Schwester, auf den Weg zur Hochzeit nach Montana. Hier trifft sie Nick, ihre große Liebe. Die Liebe ist immer noch in beider Herzen, die Ehe musste damals aus vielen, nachvollziehbaren Gründen, scheitern.


Mein Leseeindruck:

Anfangs wusste ich nicht, wie ich Harper finden sollte. Sie kam mir kalt und zynisch vor, aber umso mehr ich las, umso lieber hatte ich sie und am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen. Dass sie so ist, wie sie ist, liegt an ihrer schweren und von ständigen Verlustängsten geprägten Kindheit.
Auch Nick wurde mir erst im Laufe des Buches sympathisch, sofort mochte ich hingegen BeverLee, Harpers Stiefmutter und Willas leibliche Mutter.


Mit jeder Seite wuchsen mir die Protagonisten mehr ans Herz, verstand man sie besser und ich wollte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ich habe geschmunzelt, gelacht und auch geweint, besonders bei der Szene im Diner, als Harper… nein, lest selbst, ich verrate nichts.

Der Schreibstil von Kristan Higgins erinnert mich sehr an die von mir so sehr verehrte Nora Roberts, lediglich die ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen habe ich ab und an einfach überlesen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man sich langsam in die Protagonisten verliebt hat. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, die Autorin kann melancholisch, dramatisch, überspitzt, liebe- und humorvoll. Eine wunderbare Mischung mit Suchtfaktor. 

Kurzfazit: Leseempfehlung mit Suchtpotential, wunderbares und niveauvolles ChickLit



1 Kommentar:

  1. Über diese Autorin habe ich auch schon viel Gutes gehört. Ich tendiere ja momentan immer noch mehr zu Chick Lit, Thriller vertrage ich im Moment nicht so gut. Und es muss sowas mit Happy End sein, damit ich auch glücklich sein kann :)

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