Samstag, 30. März 2013

Sandra und Sandra suchen...


♫♫♫ Wenn ich einmal groß bin… lalalalalalalaaaaaa ♫♫♫

Jetzt hab ich das Lied in den Ohren… 

Sandra und Sandra suchen also wieder, da muss ich doch antworten!  

Die Frage lautet: Was wolltet ihr als Kind werden, und was ist aus diesen Träumen geworden?

Im Osten groß geworden mit der Quote: 2 Schüler der Klasse Abitur, 2 Schüler Berufsausbildung mit begleitendem Abitur… (schließlich waren wir ja ein Arbeiter- und Bauernstaat, wer braucht denn da Intellektuelle?)
Oder der Möglichkeit, in der 8. Klasse von 10 auf eine Sprachschule zu wechseln…

Ich erinnere mich, dass ich gerne auf die Sprachschule gegangen wäre, hier wurde als 3 Sprache Tschechisch (französisch war mir zu schwer
:) ) angeboten, aber das war mir egal. Leider hatte ich dann in Staatsbürgerkunde in dem Jahr eine 3 (Schulnoten gab es bei uns von 1 bis 5), und war somit nicht delegierenswert. Heute ärgere ich mich darüber, denn ich hätte gern „in Sprachen gemacht“.

Fürs Abi waren meine Noten eh zu schlecht… ich war faul. Auch darüber ärgere ich mich ebenfalls, hätte ich doch damals schon das Wissen von heute um die Notwendigkeit von guten Noten gehabt… grins…

So, als es dann um die Ausbildung ging, gab es Listen, in denen stand, welcher Betrieb wie viele Lehrstellen anbot. Mein Vater, ein sehr schlauer Mann, redete mir gleich Frisör und solche Sachen aus: „Kind, du wirst mal alt, und dann kannst du keine 10 Stunden mehr stehen“. Gleiches galt für den Verkäuferberuf. Künstlerisch begabt bin ich nicht, dass ich Kreativlegastheniker bin, hat sich auch schon rumgesprochen, oder?

Jedenfalls blieb dann der Bürojob, den man auch im Alter, sitzend, gut erledigen konnte. Und die KWV, der damalige staatliche Wohnungsverwalter, bot gleich 9 Ausbildungsplätze an. Daran erinnere ich mich noch ganz genau. Also habe ich mich beworben, mein Vater wollte es so.

Durch die Wende und meine Tochter, den Zwischenaufenthalt in Bayern und andere persönliche Umstände… nach einer Umschulung zur Rechtsanwaltsfachangestellten in Bayern und/oder meiner Rückkehr nach Berlin war ich mal Chefsekretärin, Rechtsanwaltsfachangestellte, Retourenbearbeiterin, immer mal wieder Hausverwalter und auch mal Immobilienmakler. Aber ich war immer im Büro und hatte tagsüber mit Menschen zu tun, mein Vater hatte damals recht, das liegt mir auch.

Heute arbeite ich wieder in meinem eigentlichen Beruf, in einer Hausverwaltung, und ehrlich, ich würde nie wieder etwas anderes machen wollen. Mein Vater hat das damals sehr gut für mich entschieden. Einen einzigen Nachteil hat dieses „tagsüber-mit-Menschen-zu-tun-haben“… ich bin privat und zuhause ein Telefonier-Muffel.

Aber wenn ich dann mal groß bin… dann möchte ich von Beruf „Tochter“ sein, die Welt erkunden, Zeit zum Lesen und das Treffen mit Menschen haben… und natürlich fahre ich mal Porsche, wenn ich groß bin…


Und jetzt gehe ich mal bei Sabo schauen, was ihr so werden wolltet.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen